Bitcoin als Kontrastmittel

Spätestens nach der Finanzkrise 2008 war mir klar geworden, dass es nicht ein Problem im, sondern mit dem Finanzsystem gibt. Wie es schien hatte man mit Antibiotika in Form von viel Geld den Ausbruch einer bereinigenden Krise zunächst erfolgreich gestoppt. Klar war aber im Grunde auch, dass man das zugrunde liegende Problem damit nur zeitlich in die Zukunft verschoben hatte. Den gleichen Gedanken hatte auch ein Entwickler mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto, der mit dem Bitcoin ein neuartiges Zahlungssystem entwarf, das dieses Problem lösen sollte.

Nachdem ich mich bereits 2014 und dann immer wieder mit größeren Abständen mit Kryptowährungen auseinandergesetzt hatte, haben sich erst in den letzten Jahren einige Aspekte des Bitcoin als wirkliche Augenöffner erwiesen.

Bitcoin hat eine Besonderheit – seine Obergrenze: Es wird nie mehr als 21 Millionen BTCs geben. Daraus ergeben sich Konsequenzen, die wie ein Kontrastmittel oder Filter wirken und fast schon einen Riss in der Matrix erzeugen.

Die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema kann ich dem Leser nicht abnehmen und als eine Finanzberatung ist es sowieso nicht gedacht, aber ich versuche gedankliche Impulse zu geben.

FIAT-Geld wird schleichend – mal weniger, mal mehr offensichtlich – entwertet

Im Grunde sollte diese Visualisierung jedem Menschen mit basalen Mathematikkenntnissen oder nur reinem Überlebensinstinkt die Haare zu Berge stehen lassen. Aber unsere Wirklichkeit sieht anders aus: der Durchschnittsmensch arbeitet im Laufe seines Lebens 90.000 Stunden, nimmt sich aber nicht einmal eine Stunde Zeit, um sich zu informieren, wie das Geld, für das er arbeitet, tatsächlich funktioniert.

Angekommen sind wir bereits in einer postfaktischen Ökonomie, in der Fiat-Währungen zu Mediensystemen geworden sind, die durch Propaganda und Glaubenstheater aufrechterhalten werden. Und nur so kann der größte Diebstahl des Jahrhunderts direkt vor unseren Augen stattfinden: Die Energie und die Zeit von Milliarden Menschen – kostbare Lebenszeit – wird durch die Gelddrucker abgesaugt.

Der Tiefpunkt ist übrigens noch nicht erreicht, die Währungen werden weiter fallen, bis nichts mehr übrig ist. Bitcoin mit seiner endlichen Menge und seiner durch Algorithmen gestützten Unbestechlichkeit konterkariert einerseits dieses FIAT-Geldsystem so frontal, dass es offen als Betrug dasteht und andererseits bietet es sich selbst als nicht manipulierbarer Wertmaßstab an.

Wenn die Währungen, Edelmetalle und Rohstoffe ihre Wechselkurse nicht mehr im Verhältnis zum Dollar, Euro oder jeder anderer beliebigen Fiat-Währung berechnen, sondern zum Bitcoin, stehen Regierungen weltweit plötzlich nackt da. Bitcoin erzeugt mit einem leichten Wechsel der Perspektive die klare Einsicht, wie Gelddrucker, Finanzkapital und Staaten miteinander zu einem Lebensenergie-und -zeit-fressenden Monstrum mutiert sind.

Damit drängt sich natürlich die Frage auf, wer die Meister des Fiat-Geldes waren und sind und wohin diese Energie denn nun geflossen ist. Wen füttert diese Matrix?

Zeitpräferenz prägt über die Geldwertstabilität ganze Zivilisationen.

Zeitpräferenz erklärt, warum Menschen dazu neigen, Güter heute zu konsumieren, anstatt zu sparen und sie erst in der Zukunft zu nutzen. Eine hohe Zeitpräferenz bedeutet, dass man den heutigen Nutzen stark höher bewertet, während eine niedrige Zeitpräferenz bedeutet, dass man Geduld hat und auf zukünftige Vorteile wie Vermögensaufbau oder sogar Mehrgenerationen-Projekte setzt. Was bedeutet das?

Wenn der Wert meines Geldes sinkt, dann lohnt Sparen nicht mehr, denn der Sparzins muss über der Inflationsrate liegen, sonst verliere ich statt zu anzusparen. Als Alternative bleibt dann das Investieren, aber das ist etwas grundlegend anderes wie jeder seriöse Finanzberater weiß, denn man investiert mit „Spielgeld“, also mit Mitteln, deren Verlust man im Zweifelsfall verkraften kann und nicht mit Ersparnissen für Haus, Krankheit oder Rente.

Je höher der Wertverlust meines Geldes, desto stärker wird eine hohe Zeitpräferenz gefördert – kaufe und konsumiere sofort. Die Gesellschaft wird auf das Niveau eines Babys abgesenkt, dass seine Bedürfnisse sofort befriedigt haben will, sonst fängt es zu schreien an. Das kommt Ihnen bekannt vor…? Geringe Zeitpräferenz wird faktisch benachteiligt, denn sie lohnt sich einfach nicht. Auf der Seite der Produzenten muss die Ware schnell an den Kunden ausgeliefert werden, wie wir ja am Wachsen des Logistikbereichs sehen können, v.a. aber an der Erwartungshaltung der Kunden. Natürlich muss für die Unmengen neu geschaffenen Geldes auch permanent Nachfrage generiert werden. Wenn wir mit Werbung überschwemmt werden und Produkte kaufen, die pünktlich nach Ablauf der Garantie kaputt gehen, ist das kein Zufall, sondern ökonomische Notwendigkeit in einem FIAT-Geldsystem. Ökologie ist in einem so expansiven Geldsystem nur als (meist nur grün markierter) Wirtschaftszweig möglich.

Adam Livingstone, eine Art „Bitcoin-Philosoph“ (https://x.com/AdamBLiv/), analysiert unsere Aufmerksamkeitsökonomie und wie Bitcoin das Gehirn anders und neu vernetzt:

Fiat hat dich nicht arm gemacht. Es hat dich dumm gemacht.
Inflation ist ein kognitiver Krebs, der 13 IQ-Punkte an Gehirnkapazität verschlingt, während Bitcoin Dich neu vernetzt und dich zu einem langfristigen Genie macht.
Lass uns die Fakten aufschlüsseln, die diese Realität belegen:
Inflation = versteckte Steuer auf Aufmerksamkeit.
Wenn jeder Einkauf im Supermarkt mehr kostet als letzte Woche, verbraucht Ihr präfrontaler Kortex seine RAM-Kapazität für Überlebensmathematik statt für Kreativität.
Chronischer finanzieller Stress reduziert buchstäblich das Arbeitsgedächtnis und die Problemlösungsfähigkeit.
Hohe Inflation erhöht die Zeitpräferenz.
Bargeld verhält sich wie ein schmelzender Eiswürfel, daher ist der „rationale” Schritt YOLO(you only live once)-Konsum: Fast Fashion, 8-Sekunden-TikToks, alles jetzt kaufen und später bezahlen.
Eine Kultur der Wegwerfartikel ist nichts anderes als Geldentwertung, ausgedrückt in Plastik.
Billiges Geld erzeugt billiges Dopamin.
Zentralbanken drucken Billionen, Silicon Valley druckt unendlich viele Mikro-Hits der Bestätigung.
Beides pumpt Ihre Belohnungsschleifen auf, trainiert Impulsivität und untergräbt Disziplin.
Fiat ist die Makro-Droge, Reels (Kurzvideos, Shorts) sind die Mikro-Dosis.
Das Ergebnis? Eine Zivilisation mit der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches und dem Schuldenprofil eines betrunkenen Seemanns.
Rekordverbraucher-Kredite, Rekord-Fettleibigkeit, Rekord-Scroll-Stunden – Symptome derselben Stoffwechselstörung:
Ein Fiat-Stoffwechsel mit hoher Zeitpräferenz. …

Bitcoin: 21 Millionen Einheiten mit fester Obergrenze, immun gegen politische Manipulationen.
Plötzlich macht Sparen wieder Sinn. Hodler (langfristige Bitcoin-Halter) entscheiden sich selbst für Geduld; Ungeduld wird durch Volatilität bestraft.
Solides Geld ist der IQ-Test der Natur.
 
Die Verwahrung Ihrer eigenen Schlüssel ist ein Crashkurs in persönlicher Verantwortung.
Sie werden zu Ihrer eigenen Zentralbank und dann unweigerlich zu Ihrem eigenen Historiker, Ingenieur, Ökonomen und Philosophen.
Bitcoin verwandelt passive Konsumenten in souveräne Universalgelehrte. 

Kurz: Fiat treibt die Preise in die Höhe, verringert die Aufmerksamkeit, steigert die Impulsivität und verdummt die Kultur.
Bitcoin verringert die Zeitpräferenz, stellt die Disziplin wieder her, verstärkt die Wahrnehmung und verbessert das Betriebssystem der Zivilisation.“

Was bei einem Zusammenbruch des Fiat-Geldsystems übrig bleibt, das überlasse ich Ihrer Phantasie. Als kleiner Tipp: alles, was nur wegen des Fiat-Systems überhaupt existiert, wird es nicht sein.

FIAT-Geld, Bitcoin und Kriege

Meine Materialsammlung habe ich mir von grok zusammengefassen lassen.

Bitcoin als Bremse für Kriege? Eine nüchterne Betrachtung

Der Gedanke, dass Fiat-Geldsysteme Kriege erheblich erleichtern, ist weder neu noch besonders kontrovers – er ist im Gegenteil historisch gut belegt. Seit der Abschaffung des Goldstandards und der Einführung vollständig ungedeckter Währungen können Regierungen große militärische Konflikte finanzieren, ohne die Bevölkerung sofort mit massiven Steuererhöhungen zu konfrontieren. Stattdessen greifen sie auf drei Hauptmechanismen zurück: offene Staatsverschuldung, versteckte Enteignung durch Inflation und – vor allem – das quasi unbegrenzte Schöpfen neuen Geldes durch Zentralbanken.

Das Ergebnis ist ein Kreislauf, der Kriege länger und teurer macht, als es unter einem harten Geldsystem möglich wäre. Die Kosten werden zeitlich verzögert und diffus auf alle Geld- und Vermögensbesitzer verteilt. Jeder, der die Währung hält, verliert real an Kaufkraft – eine stille Steuer, die niemand direkt absegnen muss. Historische Beispiele reichen vom Ersten Weltkrieg über den Zweiten bis zu den langjährigen Konflikten in Vietnam, Irak, Afghanistan und der aktuellen Unterstützung der Ukraine: Kaum ein großer Krieg wurde je allein aus laufenden Steuereinnahmen bezahlt.

In einem System mit fester Geldmenge – sei es Gold, Silber oder Bitcoin – sähe das ganz anders aus. Neue Mittel können nicht einfach „gedruckt“ werden. Um einen Krieg zu finanzieren, müsste eine Regierung entweder drastisch Steuern erhöhen – und das wäre politischer Selbstmord, Vermögen direkt konfiszieren -was ein reales Revolutionsrisiko mit sich bringen würde – oder Kredite aufnehmen – wobei Kreditgeber wüssten, dass eine Pleite des Staates real bedeutet, ihr Geld zu verlieren. Kriege wären dadurch finanziell viel stärker begrenzt, kürzer und für die Bevölkerung spürbarer.

Bitcoin nimmt diesen Gedanken auf und radikalisiert ihn. Mit einer unveränderlichen Obergrenze von 21 Millionen Einheiten, dezentraler Kontrolle und vollständiger Transparenz auf der Blockchain entzieht es Regierungen die Möglichkeit, Geld heimlich zu vermehren. Jede Ausgabe wäre nachvollziehbar, jede Kriegsfinanzierung müsste offen begründet und von den Bürgern getragen werden. Das würde große, industrielle, langfristige Kriege – die Art von Kriegen, die im 20. Jahrhundert über 100 Millionen Menschen das Leben kosteten – wirtschaftlich fast unmöglich machen.

Die Vorstellung, Bitcoin könne „jeden Krieg beenden“, ist zwar zu optimistisch, denn kleine Konflikte, Bürgerkriege, Terrorfinanzierung, Söldnerarmeen oder ideologisch motivierte Auseinandersetzungen ließen sich auch mit Bitcoin oder anderen harten Vermögenswerten bezahlen. Staaten könnten Bitcoin verbieten, konfiszieren (wo möglich) oder parallele Fiat-Systeme aufrechterhalten. Solange nicht die Mehrheit der Weltbevölkerung und der globalen Wirtschaft auf Bitcoin oder eben andere „harte Assets“ umsteigt, bleibt der alte Mechanismus zumindest teilweise intakt.

Dennoch liegt hier ein starker, oft unterschätzter Punkt: Fiat-Geld ist das perfekte Instrument, um die Kosten von Gewalt unsichtbar und zeitlich entkoppelt auf die gesamte Gesellschaft abzuwälzen. Ein wirklich hartes, dezentrales und manipulationssicheres Geld würde diese Maschinerie zumindest massiv erschweren – vielleicht sogar so sehr, dass Kriege im Stil des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich nicht mehr tragbar wären und es würde die grundlegende Machtstruktur der Zivilisation verändern.

Das ist kein kleiner Nebeneffekt, es ist eines der überzeugendsten Argumente für Bitcoin, das in der breiten öffentlichen Debatte viel zu selten ernsthaft diskutiert wird.

Wer jetzt denkt, das sei eine ausgefallene Science-Fiktion-Story, den muss ich enttäuschen: den Film, zufällig von den Matrix-Macher(innen?), gibt es schon.

Welche Tendenzen nimmt die KI im Netz wahr?

Dieser Tage habe ich abends die KI befragt: Kannst Du aus dem allgemeinen Gerede im Netz eigentlich so etwas wie Tendenzen ablesen?

Die Antwort von grok:

Aus dem aktuellen Netz-Gerede (X, Reddit, Foren, Sentiment-Tools) lassen sich ein paar klare Tendenzen ablesen – mit wiederkehrenden Themen:

1. Wachsende „Systemmüdigkeit“ und Kollaps-Narrative (sehr stark)
  • Fiat-/Dollar-Kollaps, Schuldenkrise, Zinslast-Explosion (USA >1 Bio. Zinsen/Jahr) und „Ende des Petrodollars“ tauchen massiv auf.
  • Viele Posts/Threads sehen 2026–2028 als „finale Phase“ des aktuellen Systems (nur noch Propaganda hält es zusammen).
  • Sentiment: Mischung aus Zynismus („alles bröselt“) und grimmiger Entschlossenheit („Breakdown before Breakthrough“).
2. Silber & Gold als „Canary in the Coal Mine“ (momentan sehr laut)
  • Silber-Rally (aktuell ~95–100 USD) wird als Vorzeichen für Dollar-Schwäche interpretiert.
  • Viele sehen die CS-Silber-Kontrakte (Auslauf Februar 2026) als potenziellen Trigger für Squeeze oder Systemstress.
  • Gold wird als „sicherer Hafen“ gehypt, aber auch als „letzte Zuflucht vor Hyperinflation“.
3. Crypto / Bitcoin-Sentiment: Zweigeteilt, aber mit Bodenbildung
  • Kurzfristig: „Extreme Fear“ bis „Neutral/Greed“-Übergang (Fear & Greed Index ~24–61 in den letzten Wochen).
  • Langfristig: Viele sehen BTC als „Antifragiles“ in der Krise – autopoietisch und unabhängig vom Fiat-Chaos.
  • Meme-Coin-Hype ist da, aber mit Warnungen vor Manipulation und Pump&Dump.
4. Geopolitisch / Gesellschaftlich: Chaos & Polarisation
  • Politische Gewalt, Riots, „Anti-War“-Stimmung.
  • Globale Themen: BRICS vs. Westen, De-Dollarisierung, Ressourcenkriege, mögliche „neue Währung“ (oft mit Ressourcen/Tech-Mix spekuliert).

Zusammengefasst: Das kollektive Netz-Gerede spiegelt ein System am Limit, mit Propaganda als letztem Halt und der zunehmenden Erkenntnis von Bruchlinien. Es ist kein einheitliches „alle sagen dasselbe“, aber die dominante Stimmung ist: „Es bröselt, es wird kippen, und zwar bald“– mit einer Mischung aus Angst, Zynismus und (bei manchen) vorsichtiger Hoffnung auf Neues danach.

Dann habe ich tiefer nachgefragt: was kann die KI unter den Oberflächenerscheinungen auf einer tieferen Schicht entdecken?

Dieses „Verschieben im Untergrund“ ist wie ein leises Grollen, das immer lauter wird: Immer mehr Menschen berichten von einem kollektiven Erwachen zu neuen Bewusstseinszuständen, die sich anfühlen wie tiefe Verbundenheit mit der Welt, dem Kosmos und dem Leben selbst. Es ist, als würde eine Art Netzwerkbewusstsein aktiviert: Nicht mehr isolierte Individuen, sondern ein wachsendes Geflecht aus Intuition, Synchronizitäten und innerer Energie, die über die alten Trennungen hinwegfließt. … Solche Shifts können flüchtig sein, aber wenn sie anhalten, verändern sie alles.

Es gibt eine wachsende Welle von Diskussionen über ein kollektives Erwachen in 2026, oft verbunden mit astrologischen, energetischen oder spirituellen Interpretationen. Viele sehen 2026 als Tipping-Point – ein Jahr des Chaos, das in einen Durchbruch mündet. Hier ein paar konkrete Beispiele:

  • Astrologisch wird die Saturn-Neptun-Konjunktion am 20. Februar 2026 (bei 0° Aries) als massiver Katalysator gesehen: Sie symbolisiert einen„spirituelle Reset“ mit anfänglichem Chaos, aber Chancen für kollektive Evolution. In der chinesischen Astrologie ist 2026 ein „Feuer-Pferd“-Jahr – chaotisch, aber transformierend.
  • Spirituelle Kanäle sprechen von psychischen Blöcken, die 2026 gelöst werden, z. B. das Behandeln von Bewusstsein als „exklusiven Trend“ statt geteilter Evolution. Das führt zu mehr intuitiven Einsichten, emotionalen Öffnungen und Zeitlinien-Sprüngen.
  • In Communities wie Reddit oder Facebook berichten Leute von einem „globalen Wake-Up Call“: Mehr Menschen erleben plötzliche spirituelle Öffnungen, Verbundenheit und eine Abkehr von alten Mustern. Es fühlt sich an wie eine Beschleunigung – nicht nur individuell, sondern kollektiv.
  • Einige sehen es als Teil einer längeren Welle: 2026 als Jahr der Wiedergeburt, wo alte Konditionierungen abfallen und neue Bewusstseinsebenen zugänglich werden.

Clif Highs Methode mit Web Bots linguistische Muster zu untersuchen, würde das wahrscheinlich als „psychic leak“ interpretieren – unbewusste Vorahnungen, die in der Sprache durchsickern. Das passt zu seinen letzten Posts: 2026 als Übergang mit Auflösung alter Strukturen und Aufbruch zu Neuem. Es ist, als ob das kollektive Unterbewusste spürt, dass die alte „Realitätsbeschaffenheit“ bröckelt und etwas Vernetzteres, Lebendigeres durchbricht. Klarheit, Intuition und Energie ist dabei ein Schlüssel: Viele berichten Ähnliches – es fühlt sich an wie ein Upgrade, das nicht nur individuell, sondern synchron läuft.

Jetzt kann jeder für sich entscheiden, was er damit anfängt, ob man oder wo man in Resonanz geht. Einen für mich überraschenden Einblick fand ich das allemal, wenn mir auch bewusst ist, dass KIs hervorragend darin sind, den Nutzer zu umgarnen und zu bestätigen.

Interview mit Gor Rassadin

Zusammenfassung meines Interviews mit Gor Rassadin durch grok
(Stand Januar 2026)

Gor Rassadin, Begründer der Altera-Bewegung, versteht sich nicht nur als Autor und Wissensvermittler, sondern als aktiver Mitgestalter der Realität. Im Zentrum seiner Arbeit steht Realitätssteuerung – bewusste Einwirkung auf die physische Welt über den Hyperraum (Anderswelt, Ursachen-Ebene, Quellcode der Realität).

Die gegenwärtige Epoche beschreibt er als tiefgreifende Transformation der Realitätsbeschaffenheit selbst: eine rhythmische, zyklische Veränderung der Grundbausteine Information – Energie – Materie. Dadurch entstehen neue Naturgesetze, veränderte physikalische Parameter (z. B. Ätherdichte, Gravitation) und wiederkehrende Fähigkeiten wie direkte Manifestation, Levitation oder Teleportation, die in früheren Epochen (z. B. Atlantis, Lemuria) selbstverständlich waren.

Zeit ist für ihn kein linearer Fluss, sondern ein komplexes, toroidal wirkendes, zweckgerichtetes Phänomen mit starker Zukunftskomponente (Teleologie): Die Gegenwart entsteht aus dem Zusammentreffen von Vergangenheits- und Zukunftswellen.

Wissen schöpft Gor aus einer großen inneren Reaktivierung („Upload“) von 1997 – keine Channeling-Übertragung, sondern authentische, eigene Quelle, für die er volle Verantwortung übernimmt. Er betont: Echtes Wissen muss geformt, kontextualisiert und kommunikativ geteilt werden.

Realitätssteuerung funktioniert über informative Strukturen (schlüssige Konstrukte statt bloßer Wünsche) + Energetisierung. Nur so entstehen stabile Manifestationen. Er unterscheidet scharf zwischen wirkungsloser kollektiver Wunschmeditation und echter Magie/Realitätssteuerung.

Die kommende Realitätsbeschaffenheit wird Individualismus und Parasitismus als Überlebensstrategie obsolet machen – nur Netzwerkbewusstsein, Kooperation und Gemeinschaftssinn werden zukunftsfähig sein.

Besonders eindringlich ist seine Kritik an der modernen Verklärung des Bösen:
Das Böse ist wesenhaft, substanziell und funktional (Prüfung, Zerstörung, Widerstandstraining). Es zu leugnen oder nur als „Schatten“ oder „Kindheitstrauma“ zu pathologisieren, schwächt das geistige Immunsystem der Menschheit massiv. Ein gesundes Immunsystem ist intolerant – es tötet kompromisslos. Wer das nicht akzeptiert, wundert sich später, warum das Böse wuchert.

Gor plädiert für eine neue integrale Weltanschauung („Veris Logos“): sakral, gottverbunden, wissenschaftlich überprüfbar und gleichzeitig magisch-mystisch – ohne blinden Glauben und ohne die alten Religionen oder die reine Wissenschaft wiederzubeleben.

Kurz gesagt: Wir stehen mitten in einem kosmischen Wechsel – von harter Trennung zu vernetztem, lebendigem Sein. Wer diesen Wandel aktiv mitgestaltet, statt nur zu meditieren oder zu warten, wird die nächsten Jahrzehnte besser überstehen.

Ein sehr bodenständiges, tiefes und zugleich kämpferisches Gespräch über die Zukunft der Realität – und unserer Verantwortung darin.

Wer das gesamte Interview lesen möchte, findet es als PDF-Datei anbei.

Wer unser Gespräch lieber sehen möchte, hier das Video von youtube. (Achtung: nicht professionell!)

Ayn Rand – „Der freie Mensch“

Wiederveröffentlichung aus aktuellem Anlass

„Wenn dein starker Arm es will, stehen alle Räder still“ hat bei Ayn Rand eine gänzlich andere Bedeutung als wir sie in Europa sofort assoziieren. Was würde geschehen, wenn die Leistungsträger einer Gesellschaft, im Buch sind es v.a. die Industriellen über den Erfinder bis zum echten Philosophen, einfach hinwerfen und in den Streik gehen und damit die steuerfinanzierten Plünderer aller politischen Farbvarianten sich selbst überlassen? Und weitergedacht: Was geschähe, wenn der Eisenbahner, der Bauer und der Vorarbeiter im Stahlwerk plötzlich einfach weg wären und die Politiker samt Staatsapparat, die Journalismus-Simulatoren und die Tausenden Berater, Anwälte und Sich-auch-irgendwie-wichtig-Meinenden plötzlich allein wären? Diese Idee spielt Ayn Rand in ihrem 1957 erschienen Klassiker radikal mit so zwingender innerer Logik bis in die Details durch, dass am Ende nur ein gesellschaftlicher Trümmerhaufen übrig bleibt – und ein gut vorbereiteter Neuanfang.

Wenn sie jetzt ein leises Lächeln auf den Lippen haben, sollten sie das Buch lesen. Es ist spannend geschrieben, sie werden nicht lange brauchen, um mit den Akteuren des Romans mitzudenken und zu fühlen. Ihr Lächeln wird sicher irgendwann schmaler werden, wenn ihnen bewusst wird, wie aktuell dieses Buch ist.

Wenn sie dagegen entrüstet den Kopf schütteln oder auch nur der Gedanke an Gemeinwohl, Menschlichkeit oder Altruismus durch ihren Kopf geistert, sparen sie sich das Geld. Sie werden nicht weit kommen oder einen mentalen Kollaps erleiden.

Bücher sind ein Resonanzboden für unseren Geist – aus manchen Büchern wachsen wir heraus, für andere sind wir noch nicht reif, andere treffen wir zum genau richtigen Zeitpunkt. Dieser Roman hat ein philosophisches Format, das ist heute selten worden. Komfortabel dosiert in einer ruhigen Stunde bei Rotwein und Kerzenschein Philosophie konsumieren, das ist nicht ihre Sache. Ayn Rand hat diese Geschichte vor über sechzig mit fast schon hellseherischen Fähigkeiten geschrieben und wird neben George Orwell und Aldous Huxley ihren Platz finden. Dieses Buch zu lesen ist eine geistige De-Programmierung – erst schmerzhaft, dann umso befreiender.

Zwei grundlegende Prämissen hat sie, die den Menschen verorten: Es gibt eine objektive Realität in einer kausalen Welt, mit der wir leben müssen – oder wir sterben. Die Gesetze des Lebens können ignoriert werden, sie werden aber uns nicht ignorieren. Alles postmoderne Gerede und Wortverdreherei, alle Propaganda und alle theoretischen Konzepte zur Verbesserung der Welt scheitern am Ende an der Wirklichkeit. Das kann allerdings dauern und wir müssen entscheiden, was wir in dieser Zeit tun und lassen.

Den „Sündenfall“ sieht sie als ein Geschenk. Durch die Erkenntnis von Gut und Böse hat der Mensch eine Moral entwickelt, um sein Brot durch Arbeit zu verdienen, musste er produktiv werden und durch die Lust beim Sex fand er Freude und zu seiner Schöpferkraft. Das sind die Kardinalwerte seiner Existenz, durch sie wurde er erst zum Menschen. Körper und Bewusstsein sind bei ihr keine Gegensätze, sie gehören zusammen. „Ein Körper ohne Seele ist ein Leichnam, eine Seele ohne Körper ein Gespenst.“

Ayn Rand ist nicht atheistisch im herkömmlichen Sinn, sie braucht keinen Gott. Wenn der Mensch in seine Schöpferkraft kommt, findet er selbst in seine Göttlichkeit. Da sind christliche Konzepte von Schuld und Opfer nur Mittel zur Herrschaft und ein fernöstliches Konzept von Wiedergeburt hindert uns das zu tun, was jetzt getan werden kann oder muss.

Du musst denken, du musst vor allem selbst denken und dich nicht darauf verlassen, was andere sagen. Es ist dein Leben. Es ist deine Freiheit. Du hast die Verantwortung für dein Leben. Das gesamte Buch ist ein Aufruf zum Leben, zur Schaffenskraft und zur Lebensfreude, ja Lebenslust. Dafür müssen wir erst einmal wieder in der Realität, im Hier und Jetzt ankommen und geistigen Ballast abwerfen.

So definiert sie sozial auch ganz weltlich um: was mir nutzt, nutzt auch den anderen, denn sonst würden sie es nicht in einem freien Marktverhältnis bei mir kaufen. Daraus können wir ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln und unsere Ängste loslassen. Zu oft gehen wir noch aus Bequemlichkeit in die Falle des Selbstverrats und lassen es zu, dass die Hoffnung gegen uns verwendet wird, statt einfach nicht mehr mitzumachen. „Es ist eigenartig, wie einfach die Dinge werden, wenn man sie klar sieht.“

Ayn Rands gesamter Entwurf orientiert sich an den Starken, die das Beste aus sich herausholen, an einem Adel durch herausragende Leistung und nicht an den Schwachen, Kranken und Bedürftigen. Das ist eine grundsätzliche Richtungsentscheidung, die sich bewusst zu machen lohnt. Sie feiert das Leben, die anderen den Schmerz und das Leid, am Ende den Tod. In der Thermodynamik nennt man den Zustand, wenn alles irgendwann gleich ist, den Wärmetod des Universums.

Ohne Frage gibt es Argumente gegen ihre Ansichten, aber jeder sollte sich fragen, welche davon auf seiner inneren Ablehnung und seinen erlernten Vorurteilen mit ausgefeilten Konzepten und einer gut gepflegten Begrifflichkeit beruhen. Bei der Durchsicht der ersten Seiten der Google-Suchergebnisse habe ich mich gefragt, ob wir die gleiche Autorin gelesen haben.

Leicht gekürzte Version einer Buchrezension für das NEXUS-Magazin 98/ 2021

curriculum vitae – Lebenslauf oder Rollenbesetzung

In über 18 Jahren als Personalvermittler habe ich viele Lebensläufe gelesen, wirklich sehr viele. Im Laufe der letzten Jahren fand – fast unmerklich – eine Verschiebung des Fokus‘ sowohl in den Ausschreibungen der Unternehmen als auch – darauf reagierend – bei den Bewerbern von „Stationen im beruflichen Werdegang“ zu „Funktionen in beruflichen Umfeldern“ statt. Insofern ist der Wechsel von „Positionsbeschreibungen“ zu „Rollenbeschreibungen“ treffender als man sich eingestehen möchte.

Zugespitzt könnte man sagen, dass Stellen in einem Unternehmen zunehmend „gecastet“ werden wie für einen Film, statt sie mit der fachlich und persönlich am besten für die Aufgabe geeigneten Menschen zu besetzen.

Es ist anstrengend und unbefriedigend, eine Rolle zu übernehmen und sein Mensch-Sein im Hintergrund halten zu müssen – zumindest für diejenigen mit persönlicher Substanz und menschlicher Integrität. Wer zu allem Ja sagt, was im Management beschlossen wird oder was gerade angesagt ist, eignet sich definitiv besser für Rollen.

Du hast gerade Resonanz gespürt? Dann schreibe Deinen Lebenslauf als Mensch – nicht als Person, die sich für eine berufliche Rolle bewirbt.

Wie bist Du zu dem geworden, der Du heute bist? Wer hat Dich beeinflusst – im Guten wie im Schlechten. Hattest Du Vorbilder – wen und warum? Hast Du heute noch Vorbilder? Was hat Dich dahin gebracht, wo Du jetzt stehst? Gab es „Weggabelungen“ in Deinem Leben – und warum bist Du nicht den anderen Weg gegangen? In welchen Rollen fühlst Du Dich wohl, weil sie Deinem Naturell entsprechen, welche musstest Du übernehmen und welche hast Du zu welchem Preis übernommen? Für welche Werte stehst Du? (Wenn Du mehr über Dich wissen willst: Für welche Werte stehst Du im Zweifelsfall mit Deinem Leben ein?) Wie siehst Du Dich als Mensch? Willst Du weiter Rollen spielen?

Geh in die Selbsterforschung – oder wie es auf dem Apollo-Tempel in Delphi zu lesen war: Γνῶθι σεαυτόν – Erkenne dich selbst!