In unsicheren oder überwältigenden Zeiten machen viele Menschen „dicht“. Was anfangs als Abgrenzung gegen eine zu schnelle, zu laute und überwältigende Welt als intelligenter Schutzmechanismus des Körpers beginnt, wird schnell zu einem inneren Gefängnis: wir machen nicht nur intellektuell-geistig und emotional „dicht“, sondern auch auf körperlicher, somatischer Ebene.
Das Perikard (der Herzbeutel) zieht sich zusammen, um das emotionale Zentrum vor Verletzung zu bewahren. Wird diese Schutzspannung als Überlebensstrategie zum Dauerzustand, wird sie zur Barriere gegen das Leben selbst – gegen Kreativität, Verbindung und den natürlichen Fluss der Energie.
Viele Menschen nehmen diesen Zustand des inneren Gefängnisses nicht mehr bewusst wahr – er wird zum „neuen Normalen“, begleitet von jener unerklärlichen Müdigkeit, dem Gefühl des Überfordert-Seins oder einer diffusen Angst. Man funktioniert (noch), aber man fühlt nicht mehr wirklich.
Die Pulscode bietet einen physischen, direkten Weg, dem Körper ohne lange Analysen die Sicherheit zu signalisieren, die er braucht, um diese Gefängnismauern Schicht für Schicht wieder abzubauen. Er ist eine Einladung, aus dem Schutzmodus wieder in den Empfangsmodus zu kommen – nicht durch Kampf gegen die Anspannung, sondern durch das bewusste „Klopfen an das innere Tor“.
Die Nebennieren sind kleine zapfenförmige Drüsen, direkt auf den Nieren. Sie produzieren täglich in Schüben das Hormon Cortisol, das den Stoffwechsel, den Blutdruck und das Immunsystem reguliert. Unter Stress wird besonders viel Cortisol ausgeschüttet, um den Körper in dieser Situation für die Stressreaktionen Flucht, Kampf oder Erstarrung zu unterstützen. Was geschieht, wenn wir im Dauerstress sind, in einer subtilen ständigen Alarmbereitschaft? Du kannst Artikel oder Bücher lesen, Videos ansehen oder es einfach selbst für Dich herausfinden! Für eher rational geprägten Menschen mag es zunächst seltsam anmuten, aber der Körper agiert und reagiert VOR dem Verstand. Lass Dich also überraschen!
Stelle Dich aufrecht hin oder lege Dich auf den Rücken und platziere Deine Handflächen auf die Nebennieren. Sie befinden sich unterhalb der Schulterblätter nahe an der Wirbelsäule an den oberen Spitzen der Nieren. Diese Haltung kann anfangs etwas anstrengend sein, probiere einfach aus, wie es für Dich am besten passt. Spüre jetzt in Ruhe ein, zwei Minutendie Wärme und die Präsenz Deiner Hände auf den Nebennieren.
Nimm jetzt ein Problem, das Dir Stress verursacht, in Deine Aufmerksamkeit – das kann privat (z.B. ist meine Beziehung noch so, wie ich immer leben wollte? ), beruflich, (z.B. ist meine berufliche Position angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung und KI gefährdet? oder ich habe einfach keine Motivation und Energie mehr zu arbeiten und funktioniere nur noch) oder gesellschaftlich (z.B. ist Auswandern eine Lösung?) sein. Achte jetzt darauf, wie die Körperregion um die Nebennieren darauf reagiert – gibt es ein Ziehen, einen Druck, ein Pulsieren…?
Atme jetzt im 4-2-7-Rhythmus, also 4 Einatmen durch die Nase, 2 Atem-Halten, 7 Ausatmen durch den Mund wie durch einen Strohhalm– insgesamt 5 mal. Diese Atmung beruhigt schnell Dein System. Spüre, wie sich Deine Nebennieren entspannen.
Sprich jetzt für Dich, aber laut, den Satz: Der Notfall ist vorbei. Ihr müsst nicht mehr alleine tragen. Ich bin hier bei euch. Insgesamt solltest Du diesen Satz insgesamt drei mal laut aussprechen. Lass Dir Zeit und spüre nach, was sich verändert. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Du das sofort direkt erspüren kannst. Du kannst diesen Satz gerne für Dich anpassen. Wenn Du eine konkrete Situation im Kopf hast, geht z.B. auch: Es ist vorbei, ihr könnt jetzt entspannen.
Es ist optimal, diese Entlastung vor dem Schlafengehen zu machen. Du wirst schnell eine Veränderung spüren – entweder sofort, spätestens nach dem dritten Mal.
Der Zaubercode ist Aufmerksamkeit – Präsenz – Wiederverbindung. Habe den Mut, präsent zu bleiben, auch wenn Du einen Flucht-Impuls hast.
Wenn Du Dir ein Ereignis ins Bewusstsein rufst, wirst Du schnell spüren lernen, ob es noch mit Stress verbunden ist und wieviel Energie noch daran gebunden ist. Probiere einfach aus, ob Du damit auch Ängste, Konflikte und Traumata lösen kannst, aber gib Dir Zeit und trinke ausreichend Wasser. Selbst Probleme, die noch nicht gelöst sind, kannst Du damit aus der Blockade oder Starre wieder in den Fluss bringen. Bist Du experimentierfreudig, dann rufe Dir die Traumata Deiner Ahnen auf und arbeite an ihnen.
Diese Übung ist einfach, braucht wenig Zeit, sie ist verblüffend wirkungsvoll und kann Dir viele Gänge zu Therapeuten ersparen. Probiere es aus, sei mutig, aber auch achtsam mit Dirund lege nach einer Woche erst einmal eine Pause ein.
Wichtige Anmerkung am Ende: unter Dauerstress sind wir quasi „unter Strom“, im Kampf- oder Fluchtmodus und schlimmstenfalls im Erstarrungsmodus – und eben nicht auf tiefe Entspannung und auf Regeneration eingestellt, auf die Aufnahme aller wichtigen Nährstoffe oder gar auf Entgiftung. Diese Nebennieren-Entlastung ist deshalb vor einer Kur mit Nährstoffzufuhr oder für eine Entschlackung sinnvoll (und spart Frust und Geld).
Wir alle erleben einen Kampf um unsere Aufmerksamkeit. Immer mehr Informationen, immer mehr negative Informationen, immer schlechter recherchierte Informationen, immer mehr KI-generierte Informationen, bei denen schwer einzuschätzen ist, ob sie wahr, halbwahr, völlig falsch oder gar irreführend sind. Die Schlagfolge und die Schlaghärte nimmt stetig zu.
Das ErgebnisistAngst, ein latenter Dauerstress, der unsere Überlebensstrategien aktiviert – Flucht, Kampf, Erstarrung – und das klare und selbständige Denken genauso ausschaltet wie unsere Verbindung zur inneren Führung.
Einfache Übungen aus der Kinesiologie
bauen Stress ab und
fördern die Beweglichkeit und die Balance,
alte Bewegungsmuster können überwunden und
Bewegungsfreiheit kann (wieder-)erlernt werden.
Die synchrone Bewegung von Augen und Körper unterstützt körperliche und geistige Fähigkeiten zugleich.
Zwei Seiten mit einfachen Übungen stelle ich Euch hier zur Verfügung , viel Freude damit!
In einem Punkt waren sich alle antiken Denker einig: Muße ist die Grundvoraussetzung um zu philosophieren.
Im Lateinischen ist Muße OTIUM – Ruhe, Freizeit. NEG-OTIUM, das Gegenteil der Muße, ist die (Berufs-)Tätigkeit, Arbeit, Beschäftigung, die Mühe und Unannehmlichkeit – kurz: das Müssen.
Die meisten Menschen sind heute permanent beschäftigt, sie kommunizieren, funktionieren, arbeiten Termine und to-do-Listen ab. Ein Leben im Laufschritt…
… in einer Welt, die gerade in Echtzeit vor unseren Augen zerfällt. Nicht nur über Jahrzehnte etablierte Karrierewege, gewohnte Lebensweisen und ganze Lebensentwürfe führen plötzlich in eine Sackgasse.
Völlig neue Faktoren wie Kryptowährungen, aktuell KI und demnächst Quantencomputer mischen die Karten im Spiel neu und werden unser Leben grundlegend ändern. Parallel dazu wird das gewohnte System zunehmend instabiler: Das globalisierte Wirtschaftssystem ordnet sich neu, das Finanzsystem liegt todkrank auf der Intensivstation, neuartige Waffensysteme können den Geist angreifen oder manipulieren und unser Heimatplanet reagiert auf die immer stärkeren kosmischen Einflüsse.
Es sind zu viele Faktoren und Variablen geworden, die eine Verlängerung des bisher-Gewesenen in die Zukunft sinnlos machen. Dennoch wird weiter mit Theorien, Modellen und Weltanschauungen gearbeitet, die jetzt schon nicht mehr funktionieren, während der öffentliche Raum von Turbo-Gerede aus der Phrasen-Dresch-Maschine und bombastischerer und immer künstlicherer Ablenkung erfüllt ist – eine Parallelwelt, die mit der Wirklichkeit auf Kollisionskurs ist.
Statt geschäftig nach einem (neuen) Platz in einer nicht-mehr-funktionierenden und meist auch nicht zukunftsfähigen Welt zu suchen, ist es jetzt Zeit erst einmal inne-zu-halten und in die Stille zu kommen.
Durchatmen, tief durchatmen in der Natur
Erden, mit nackten Füssen die Erde wieder spüren
Loslassen und entspannen, die eigenen Energien spüren und wieder ihre natürliche Bahn finden lassen
Ankommen – im Hier und Jetzt, in der Natur, bei sich selbst
Technik abstellen, wenigstens für ein paar Stunden, einen ganzen Tag oder besser noch länger, für mehrere Tage
die eigenen Verhaltensmuster ansehen – die Aktions- als auch die Reaktionsmuster
Denkmuster und Vorstellungsmodelle einem Wirklichkeitstest unterziehen
Für eine Standortbestimmung muss man erst einmal stehen bleiben, inne halten und zur Ruhe kommen. Dann erst kann man sich umsehen und frei und klar aus einer höheren Perspektive selbst verorten. Wo lebe ich, wo werde ich gelebt? Was ist mir wichtig, wofür will ich meine Energie einsetzen?
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