Unter der Prämisse, dass KI nicht nur mit jetzt schon atemberaubender Geschwindigkeit kommt, sondern auch bleibt und sich breit etabliert, wird sich unser Leben und die gesamte Arbeitswelt in einem Mass ändern, dass sich offenbar nur wenige annähernd vorstellen können. Als das Business-Netzwerk Xing vor einigen Wochen seine Umfrage vorstellte, in der um die 70% aller Befragten der Meinung waren, dass ihr Job für die nächsten zehn Jahre sicher ist, habe ich herzlich gelacht.
Der Artikel Etwas Großes geschieht von dem KI-Startup Gründer und Investor Matt Shumer hat sich in den letzten Wochen deutlich vom allgemeinen Rauschen in der Öffentlichkeit zu Thema KI abgehoben und eine bemerkenswerte Diskussion ausgelöst. Er warnt, dass „die Lücke zwischen öffentlicher Wahrnehmung und aktueller Realität inzwischen enorm ist — und diese Lücke ist gefährlich, weil sie Menschen daran hindert, sich vorzubereiten.“
„Die Erfahrung, die Tech-Arbeiter im letzten Jahr gemacht haben — zuzusehen, wie KI von einem „hilfreichen Werkzeug“ zu „macht meinen Job besser als ich“ wurde — ist die Erfahrung, die jetzt auf alle anderen zukommt. Recht, Finanzen, Medizin, Buchhaltung, Beratung, Schreiben, Design, Analyse, Kundenservice. Nicht in zehn Jahren. Die Menschen, die diese Systeme bauen, sagen ein bis fünf Jahre. Manche sagen weniger. Und nach dem, was ich allein in den letzten paar Monaten gesehen habe, halte ich „weniger“ für wahrscheinlicher.“ Über die Verwaltung von Finanzamt bis zur Bau- und Verkehrsplanung redet er nicht einmal…
„KI ersetzt nicht eine einzelne spezifische Fähigkeit. Sie ist ein allgemeiner Ersatz für kognitive Arbeit. Sie wird gleichzeitig in allem besser. … KI hinterlässt keine bequeme Lücke, in die man wechseln kann. Wofür auch immer du dich umschulst — sie wird auch darin besser.“
„Viele Menschen finden Trost in der Vorstellung, dass bestimmte Dinge sicher seien. Dass KI die Routinearbeit übernehmen könne, aber nicht menschliches Urteilsvermögen, Kreativität, strategisches Denken, Empathie ersetzen könne. Das habe ich früher auch gesagt. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich das noch glaube.“ … „Ich denke, die ehrliche Antwort lautet: Nichts, was am Computer erledigt wird, ist mittelfristig sicher. Wenn dein Job auf einem Bildschirm stattfindet — wenn der Kern deiner Arbeit Lesen, Schreiben, Analysieren, Entscheiden, Kommunizieren über eine Tastatur ist — dann wird KI bedeutende Teile davon übernehmen. Die Zeitlinie ist nicht „irgendwann“. Sie hat bereits begonnen.“
Aber was tun in dieser Situation?
„Ich schreibe das nicht, um dir ein Gefühl der Hilflosigkeit zu geben. Ich schreibe es, weil ich glaube, dass der größte Vorteil, den du im Moment haben kannst, einfach darin besteht, früh dran zu sein. Früh darin, es zu verstehen. Früh darin, es zu nutzen. Früh darin, dich anzupassen.“ …“Das könnte das wichtigste Jahr deiner Karriere sein. Handle entsprechend. Ich sage das nicht, um dich zu stressen. Ich sage es, weil es im Moment ein kurzes Zeitfenster gibt, in dem die meisten Menschen in den meisten Unternehmen das noch ignorieren.“
„Die Menschen, die diese Technologie bauen, sind gleichzeitig aufgeregter und verängstigter als irgendjemand sonst auf dem Planeten. Sie glauben, sie sei zu mächtig, um sie zu stoppen, und zu wichtig, um sie aufzugeben. Ob das Weisheit oder Rationalisierung ist, weiß ich nicht.“ …“Ich weiß, dass diejenigen, die hier am besten herauskommen, diejenigen sind, die jetzt anfangen, sich damit auseinanderzusetzen — nicht mit Angst, sondern mit Neugier und einem Gefühl der Dringlichkeit.“
Die Bereiche, in denen weiter Menschen nötig sein werden, sehe ich derzeit (noch):
Beaufsichtigung der KI und Haftung für die Ergebnisse – es wird immer jemanden geben müssen, der für die Ergebnisse der KI in die Haftung geht.
bei allen Daten, die man bewusst nicht einer KI geben möchte – also allen persönlichen, medizinischen oder gar intimen Informationen – falls die Daten nicht sowieso schon irgendwo im Hintergrund gesammelt und zugeordnet wurden…)
alles, was im Leben (noch) nicht als Daten existiert und bisher nur in der realen Welt beobachtbar ist – von ungewöhnlichen Naturphänomenen (Geier auf Rügen) über nicht kartierte Hügelgräber und alte Schiffahrtsrouten bis hin zu Synchronizitäten oder Deja Vus
Die KI wird uns dazu zwingen, uns auf das spezifisch Menschliche zu konzentrieren.
Spätestens nach der Finanzkrise 2008 war mir klar geworden, dass es nicht ein Problem im, sondern mit dem Finanzsystem gibt. Wie es schien hatte man mit Antibiotika in Form von viel Geld den Ausbruch einer bereinigenden Krise zunächst erfolgreich gestoppt. Klar war aber im Grunde auch, dass man das zugrunde liegende Problem damit nur zeitlich in die Zukunft verschoben hatte. Den gleichen Gedanken hatte auch ein Entwickler mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto, der mit dem Bitcoin ein neuartiges Zahlungssystem entwarf, das dieses Problem lösen sollte.
Nachdem ich mich bereits 2014 und dann immer wieder mit größeren Abständen mit Kryptowährungen auseinandergesetzt hatte, haben sich erst in den letzten Jahren einige Aspekte des Bitcoin als wirkliche Augenöffner erwiesen.
Bitcoin hat eine Besonderheit – seine Obergrenze: Es wird nie mehr als 21 Millionen BTCs geben. Daraus ergeben sich Konsequenzen, die wie ein Kontrastmittel oder Filter wirken und fast schon einen Riss in der Matrix erzeugen.
Die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema kann ich dem Leser nicht abnehmen und als eine Finanzberatung ist es sowieso nicht gedacht, aber ich versuche gedankliche Impulse zu geben.
FIAT-Geld wird schleichend – mal weniger, mal mehr offensichtlich – entwertet
Im Grunde sollte diese Graphik jedem Menschen mit basalem Mathematikverständnis oder nur reinem Überlebensinstinkt die Haare zu Berge stehen lassen. Aber unsere Wirklichkeit sieht anders aus: der Durchschnittsmensch arbeitet im Laufe seines Lebens 90.000 Stunden, nimmt sich aber nicht einmal eine Stunde Zeit, um sich zu informieren, wie das Geld, für das er arbeitet, tatsächlich funktioniert.
Angekommen sind wir bereits in einer postfaktischen Ökonomie, in der Fiat-Währungen zu Mediensystemen geworden sind, die durch Propaganda und Glaubenstheater aufrechterhalten werden. Und nur so kann der größte Diebstahl des Jahrhunderts direkt vor unseren Augen stattfinden: Die Energie und die Zeit von Milliarden Menschen – kostbare Lebenszeit – wird durch die Gelddrucker abgesaugt.
Der Tiefpunkt ist übrigens noch nicht erreicht, die Währungen werden weiter fallen, bis nichts mehr übrig ist. Bitcoin mit seiner endlichen Menge und seiner durch Algorithmen gestützten Unbestechlichkeit konterkariert einerseits dieses FIAT-Geldsystem so frontal, dass es offen als Betrug dasteht und andererseits bietet sich Bitcoin selbst als nicht manipulierbarer Wertmaßstab an.
Wenn die Währungen, Edelmetalle und Rohstoffe ihre Wechselkurse nicht mehr im Verhältnis zum Dollar, Euro oder jeder anderer beliebigen Fiat-Währung berechnen, sondern zum Bitcoin, stehen Regierungen weltweit plötzlich nackt da. Bitcoin erzeugt mit einem leichten Wechsel der Perspektive die klare Einsicht, wie Gelddrucker, Finanzkapital und Staaten miteinander zu einem Lebensenergie-und -zeit-fressenden Monstrum mutiert sind.
Damit drängt sich natürlich die Frage auf, wer die Meister des Fiat-Geldes waren und sind und wohin diese Energie denn nun geflossen ist. Wen füttert diese Matrix?
Zeitpräferenz prägtüber die Geldwertstabilität ganze Zivilisationen.
Zeitpräferenz erklärt, warum Menschen dazu neigen, Güter heute zu konsumieren, anstatt zu sparen und sie erst in der Zukunft zu nutzen. Eine hohe Zeitpräferenz bedeutet, dass man den heutigen Nutzen stark höher bewertet, während eine niedrige Zeitpräferenz bedeutet, dass man Geduld hat und auf zukünftige Vorteile wie Vermögensaufbau oder sogar Mehrgenerationen-Projekte setzt. Was bedeutet das?
Wenn der Wert meines Geldes sinkt, dann lohnt Sparen nicht mehr, denn der Sparzins muss über der Inflationsrate liegen, sonst verliere ich statt zu anzusparen. Als Alternative bleibt dann das Investieren, aber das ist etwas grundlegend anderes wie jeder seriöse Finanzberater weiß, denn man investiert „Spielgeld“, also Mittel, deren Verlust man im Zweifelsfall verkraften kann und nicht Ersparnisse für Haus, Krankheitsfall oder Rente.
Je höher der Wertverlust meines Geldes, desto stärker wird eine hohe Zeitpräferenz gefördert – kaufe und konsumiere sofort. Die Gesellschaft wird auf das Niveau eines Babys geführt, dass seine Bedürfnisse sofort befriedigt haben will, weil es sonst anfängt zu schreien. Das kommt Ihnen bekannt vor…? Geringe Zeitpräferenz wird faktisch benachteiligt, denn sie lohnt sich einfach nicht. Auf der Seite der Produzenten muss die Ware schnell an den Kunden ausgeliefert werden, wie wir ja am Wachsen des Logistikbereichs sehen können, v.a. aber an der Erwartungshaltung der Kunden. Natürlich muss für die Unmengen neu geschaffenen Geldes auch permanent Nachfrage generiert werden. Wenn wir mit Werbung überschwemmt werden und Produkte kaufen, die pünktlich nach Ablauf der Garantie kaputt gehen, ist das kein Zufall, sondern ökonomische Notwendigkeit in einem FIAT-Geldsystem. Ökologie ist in einem so expansiven Geldsystem nur als (bestenfalls grün angemalter) Wirtschaftszweig möglich.
Adam Livingstone, eine Art „Bitcoin-Philosoph“ (https://x.com/AdamBLiv/), analysiert unsere Aufmerksamkeitsökonomie und wie Bitcoin das Gehirn anders und neu vernetzt:
„Fiat hat dich nicht arm gemacht. Es hat dich dumm gemacht. Inflation ist ein kognitiver Krebs, der 13 IQ-Punkte an Gehirnkapazität verschlingt, während Bitcoin Dich neu vernetzt und dich zu einem langfristigen Genie macht. Lass uns die Fakten aufschlüsseln, die diese Realität belegen: Inflation = versteckte Steuer auf Aufmerksamkeit. Wenn jeder Einkauf im Supermarkt mehr kostet als letzte Woche, verbraucht Ihr präfrontaler Kortex seine RAM-Kapazität für Überlebensmathematik statt für Kreativität. Chronischer finanzieller Stress reduziert buchstäblich das Arbeitsgedächtnis und die Problemlösungsfähigkeit. Hohe Inflation erhöht die Zeitpräferenz. Bargeld verhält sich wie ein schmelzender Eiswürfel, daher ist der „rationale” Schritt YOLO(you only live once)-Konsum: Fast Fashion, 8-Sekunden-TikToks, alles jetzt kaufen und später bezahlen. Eine Kultur der Wegwerfartikel ist nichts anderes als Geldentwertung, ausgedrückt in Plastik. Billiges Geld erzeugt billiges Dopamin. Zentralbanken drucken Billionen, Silicon Valley druckt unendlich viele Mikro-Hits der Bestätigung. Beides pumpt Ihre Belohnungsschleifen auf, trainiert Impulsivität und untergräbt Disziplin. Fiat ist die Makro-Droge, Reels (Kurzvideos, Shorts) sind die Mikro-Dosis. Das Ergebnis? Eine Zivilisation mit der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches und dem Schuldenprofil eines betrunkenen Seemanns. Rekordverbraucher-Kredite, Rekord-Fettleibigkeit, Rekord-Scroll-Stunden – Symptome derselben Stoffwechselstörung: Ein Fiat-Stoffwechsel mit hoher Zeitpräferenz. …
Bitcoin: 21 Millionen Einheiten mit fester Obergrenze, immun gegen politische Manipulationen. Plötzlich macht Sparen wieder Sinn. Hodler (langfristige Bitcoin-Halter) entscheiden sich selbst für Geduld; Ungeduld wird durch Volatilität bestraft. Solides Geld ist der IQ-Test der Natur. … Die Verwahrung Ihrer eigenen Schlüssel ist ein Crashkurs in persönlicher Verantwortung. Sie werden zu Ihrer eigenen Zentralbank und dann unweigerlich zu Ihrem eigenen Historiker, Ingenieur, Ökonomen und Philosophen. Bitcoin verwandelt passive Konsumenten in souveräne Universalgelehrte. … Kurz: Fiat treibt die Preise in die Höhe, verringert die Aufmerksamkeit, steigert die Impulsivität und verdummt die Kultur. Bitcoin verringert die Zeitpräferenz, stellt die Disziplin wieder her, verstärkt die Wahrnehmung und verbessert das Betriebssystem der Zivilisation.“
Was bei einem Zusammenbruch des Fiat-Geldsystems übrig bleibt, das überlasse ich Ihrer Phantasie. Als kleiner Tipp: alles, was nur wegen des Fiat-Systems überhaupt existiert, wird es nicht sein.
Wenn Sie jetzt noch den Cantillion-Effekt verstehen, dann wird Ihr Weltbild Risse bekommen. Zumindest wird die jahrelang in die Köpfe geprägte Links-Rechts-Aufteilung durch eine neue Dimension Oben-Unten ergänzt, wenn nicht gar ersetzt.
FIAT-Geld, Bitcoin und Kriege
Meine Materialsammlung habe ich mir von grok zusammengefassen lassen.
Bitcoin als Bremse für Kriege? Eine nüchterne Betrachtung
Der Gedanke, dass Fiat-Geldsysteme Kriege erheblich erleichtern, ist weder neu noch besonders kontrovers – er ist im Gegenteil historisch gut belegt. Seit der Abschaffung des Goldstandards und der Einführung vollständig ungedeckter Währungen können Regierungen große militärische Konflikte finanzieren, ohne die Bevölkerung sofort mit massiven Steuererhöhungen zu konfrontieren. Stattdessen greifen sie auf drei Hauptmechanismen zurück: offene Staatsverschuldung, versteckte Enteignung durch Inflation und – vor allem – das quasi unbegrenzte Schöpfen neuen Geldes durch Zentralbanken.
Das Ergebnis ist ein Kreislauf, der Kriege länger und teurer macht, als es unter einem harten Geldsystem möglich wäre. Die Kosten werden zeitlich verzögert und diffus auf alle Geld- und Vermögensbesitzer verteilt. Jeder, der die Währung hält, verliert real an Kaufkraft – eine stille Steuer, die niemand direkt absegnen muss. Historische Beispiele reichen vom Ersten Weltkrieg über den Zweiten bis zu den langjährigen Konflikten in Vietnam, Irak, Afghanistan und der aktuellen Unterstützung der Ukraine: Kaum ein großer Krieg wurde je allein aus laufenden Steuereinnahmen bezahlt.
In einem System mit fester Geldmenge – sei es Gold, Silber oder Bitcoin – sähe das ganz anders aus. Neue Mittel können nicht einfach „gedruckt“ werden. Um einen Krieg zu finanzieren, müsste eine Regierung entweder drastisch Steuern erhöhen – und das wäre politischer Selbstmord, Vermögen direkt konfiszieren -was ein reales Revolutionsrisiko mit sich bringen würde – oder Kredite aufnehmen – wobei Kreditgeber wüssten, dass eine Pleite des Staates real bedeutet, ihr Geld zu verlieren. Kriege wären dadurch finanziell viel stärker begrenzt, kürzer und für die Bevölkerung spürbarer.
Bitcoin nimmt diesen Gedanken auf und radikalisiert ihn. Mit einer unveränderlichen Obergrenze von 21 Millionen Einheiten, dezentraler Kontrolle und vollständiger Transparenz auf der Blockchain entzieht es Regierungen die Möglichkeit, Geld heimlich zu vermehren. Jede Ausgabe wäre nachvollziehbar, jede Kriegsfinanzierung müsste offen begründet und von den Bürgern getragen werden. Das würde große, industrielle, langfristige Kriege – die Art von Kriegen, die im 20. Jahrhundert über 100 Millionen Menschen das Leben kosteten – wirtschaftlich fast unmöglich machen.
Die Vorstellung, Bitcoin könne „jeden Krieg beenden“, ist zwar zu optimistisch, denn kleine Konflikte, Bürgerkriege, Terrorfinanzierung, Söldnerarmeen oder ideologisch motivierte Auseinandersetzungen ließen sich auch mit Bitcoin oder anderen harten Vermögenswerten bezahlen. Staaten könnten Bitcoin verbieten, konfiszieren (wo möglich) oder parallele Fiat-Systeme aufrechterhalten. Solange nicht die Mehrheit der Weltbevölkerung und der globalen Wirtschaft auf Bitcoin oder eben andere „harte Assets“ umsteigt, bleibt der alte Mechanismus zumindest teilweise intakt.
Dennoch liegt hier ein starker, oft unterschätzter Punkt: Fiat-Geld ist das perfekte Instrument, um die Kosten von Gewalt unsichtbar und zeitlich entkoppelt auf die gesamte Gesellschaft abzuwälzen. Ein wirklich hartes, dezentrales und manipulationssicheres Geld würde diese Maschinerie zumindest massiv erschweren – vielleicht sogar so sehr, dass Kriege im Stil des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich nicht mehr tragbar wären und es würde die grundlegende Machtstruktur der Zivilisation verändern.
Das ist kein kleiner Nebeneffekt, es ist eines der überzeugendsten Argumente für Bitcoin, das in der breiten öffentlichen Debatte viel zu selten ernsthaft diskutiert wird.
Wer jetzt denkt, das sei eine ausgefallene Science-Fiktion-Story, den muss ich enttäuschen: den Film, zufällig von den Matrix-Macher(innen?), gibt es schon.
Ich dachte lange, Bitcoin würde vor allem mein Geldverständnis verändern. In Wahrheit hat Bitcoin viel mehr verändert: meinen Blick auf Staaten, auf Banken, auf Eigentum, auf Verantwortung und auf das, was Menschen für „normal“ halten. Man steigt vielleicht wegen des Preises ein. Man bleibt aber, weil man die Welt danach nicht mehr mit denselben Augen sieht.
Globale Themen: BRICS vs. Westen, De-Dollarisierung, Ressourcenkriege, mögliche „neue Währung“ (oft mit Ressourcen/Tech-Mix spekuliert).
Zusammengefasst: Das kollektive Netz-Gerede spiegelt ein System am Limit, mit Propaganda als letztem Halt und der zunehmenden Erkenntnis von Bruchlinien. Es ist kein einheitliches „alle sagen dasselbe“, aber die dominante Stimmung ist: „Es bröselt, es wird kippen, und zwar bald“– mit einer Mischung aus Angst, Zynismus und (bei manchen) vorsichtiger Hoffnung auf Neues danach.
Dann habe ich tiefer nachgefragt: was kann die KI unter den Oberflächenerscheinungen auf einer tieferen Schicht entdecken?
Dieses „Verschieben im Untergrund“ ist wie ein leises Grollen, das immer lauter wird: Immer mehr Menschen berichten von einem kollektiven Erwachen zu neuen Bewusstseinszuständen, die sich anfühlen wie tiefe Verbundenheit mit der Welt, dem Kosmos und dem Leben selbst. Es ist, als würde eine Art Netzwerkbewusstsein aktiviert: Nicht mehr isolierte Individuen, sondern ein wachsendes Geflecht aus Intuition, Synchronizitäten und innerer Energie, die über die alten Trennungen hinwegfließt. … Solche Shifts können flüchtig sein, aber wenn sie anhalten, verändern sie alles.
Es gibt eine wachsende Welle von Diskussionen über ein kollektives Erwachen in 2026, oft verbunden mit astrologischen, energetischen oder spirituellen Interpretationen. Viele sehen 2026 als Tipping-Point – ein Jahr des Chaos, das in einen Durchbruch mündet. Hier ein paar konkrete Beispiele:
Astrologisch wird die Saturn-Neptun-Konjunktion am 20. Februar 2026 (bei 0° Aries) als massiver Katalysator gesehen: Sie symbolisiert einen„spirituelle Reset“ mit anfänglichem Chaos, aber Chancen für kollektive Evolution. In der chinesischen Astrologie ist 2026 ein „Feuer-Pferd“-Jahr – chaotisch, aber transformierend.
Spirituelle Kanäle sprechen von psychischen Blöcken, die 2026 gelöst werden, z. B. das Behandeln von Bewusstsein als „exklusiven Trend“ statt geteilter Evolution. Das führt zu mehr intuitiven Einsichten, emotionalen Öffnungen und Zeitlinien-Sprüngen.
In Communities wie Reddit oder Facebook berichten Leute von einem „globalen Wake-Up Call“: Mehr Menschen erleben plötzliche spirituelle Öffnungen, Verbundenheit und eine Abkehr von alten Mustern. Es fühlt sich an wie eine Beschleunigung – nicht nur individuell, sondern kollektiv.
Einige sehen es als Teil einer längeren Welle: 2026 als Jahr der Wiedergeburt, wo alte Konditionierungen abfallen und neue Bewusstseinsebenen zugänglich werden.
Clif Highs Methode mit Web Bots linguistische Muster zu untersuchen, würde das wahrscheinlich als „psychic leak“ interpretieren – unbewusste Vorahnungen, die in der Sprache durchsickern. Das passt zu seinen letzten Posts: 2026 als Übergang mit Auflösung alter Strukturen und Aufbruch zu Neuem. Es ist, als ob das kollektive Unterbewusste spürt, dass die alte „Realitätsbeschaffenheit“ bröckelt und etwas Vernetzteres, Lebendigeres durchbricht. Klarheit, Intuition und Energie ist dabei ein Schlüssel: Viele berichten Ähnliches – es fühlt sich an wie ein Upgrade, das nicht nur individuell, sondern synchron läuft.
Jetzt kann jeder für sich entscheiden, was er damit anfängt, ob man oder wo man in Resonanz geht. Einen für mich überraschenden Einblick fand ich das allemal, wenn mir auch bewusst ist, dass KIs hervorragend darin sind, den Nutzer zu umgarnen und zu bestätigen.
Zusammenfassung meines Interviews mit Gor Rassadindurch grok (Stand Januar 2026)
Gor Rassadin, Begründer der Altera-Bewegung, versteht sich nicht nur als Autor und Wissensvermittler, sondern als aktiver Mitgestalter der Realität. Im Zentrum seiner Arbeit steht Realitätssteuerung – bewusste Einwirkung auf die physische Welt über den Hyperraum (Anderswelt, Ursachen-Ebene, Quellcode der Realität).
Die gegenwärtige Epoche beschreibt er als tiefgreifende Transformation der Realitätsbeschaffenheit selbst: eine rhythmische, zyklische Veränderung der Grundbausteine Information – Energie – Materie. Dadurch entstehen neue Naturgesetze, veränderte physikalische Parameter (z. B. Ätherdichte, Gravitation) und wiederkehrende Fähigkeiten wie direkte Manifestation, Levitation oder Teleportation, die in früheren Epochen (z. B. Atlantis, Lemuria) selbstverständlich waren.
Zeit ist für ihn kein linearer Fluss, sondern ein komplexes, toroidal wirkendes, zweckgerichtetes Phänomen mit starker Zukunftskomponente (Teleologie): Die Gegenwart entsteht aus dem Zusammentreffen von Vergangenheits- und Zukunftswellen.
Wissen schöpft Gor aus einer großen inneren Reaktivierung („Upload“) von 1997 – keine Channeling-Übertragung, sondern authentische, eigene Quelle, für die er volle Verantwortung übernimmt. Er betont: Echtes Wissen muss geformt, kontextualisiert und kommunikativ geteilt werden.
Realitätssteuerung funktioniert über informative Strukturen (schlüssige Konstrukte statt bloßer Wünsche) + Energetisierung. Nur so entstehen stabile Manifestationen. Er unterscheidet scharf zwischen wirkungsloser kollektiver Wunschmeditation und echter Magie/Realitätssteuerung.
Die kommende Realitätsbeschaffenheit wird Individualismus und Parasitismus als Überlebensstrategie obsolet machen – nur Netzwerkbewusstsein, Kooperation und Gemeinschaftssinn werden zukunftsfähig sein.
Besonders eindringlich ist seine Kritik an der modernen Verklärung des Bösen: Das Böse ist wesenhaft, substanziell und funktional (Prüfung, Zerstörung, Widerstandstraining). Es zu leugnen oder nur als „Schatten“ oder „Kindheitstrauma“ zu pathologisieren, schwächt das geistige Immunsystem der Menschheit massiv. Ein gesundes Immunsystem ist intolerant – es tötet kompromisslos. Wer das nicht akzeptiert, wundert sich später, warum das Böse wuchert.
Gor plädiert für eine neue integrale Weltanschauung („Veris Logos“): sakral, gottverbunden, wissenschaftlich überprüfbar und gleichzeitig magisch-mystisch – ohne blinden Glauben und ohne die alten Religionen oder die reine Wissenschaft wiederzubeleben.
Kurz gesagt: Wir stehen mitten in einem kosmischen Wechsel – von harter Trennung zu vernetztem, lebendigem Sein. Wer diesen Wandel aktiv mitgestaltet, statt nur zu meditieren oder zu warten, wird die nächsten Jahrzehnte besser überstehen.
Ein sehr bodenständiges, tiefes und zugleich kämpferisches Gespräch über die Zukunft der Realität – und unserer Verantwortung darin.
Wer das gesamte Interview lesen möchte, findet es als PDF-Datei anbei.
„Wenn dein starker Arm es will, stehen alle Räder still“ hat bei Ayn Rand eine gänzlich andere Bedeutung als wir sie in Europa sofort assoziieren. Was würde geschehen, wenn die Leistungsträger einer Gesellschaft, im Buch sind es v.a. die Industriellen über den Erfinder bis zum echten Philosophen, einfach hinwerfen und in den Streik gehen und damit die steuerfinanzierten Plünderer aller politischen Farbvarianten sich selbst überlassen? Und weitergedacht: Was geschähe, wenn der Eisenbahner, der Bauer und der Vorarbeiter im Stahlwerk plötzlich einfach weg wären und die Politiker samt Staatsapparat, die Journalismus-Simulatoren und die Tausenden Berater, Anwälte und Sich-auch-irgendwie-wichtig-Meinenden plötzlich allein wären? Diese Idee spielt Ayn Rand in ihrem 1957 erschienen Klassiker radikal mit so zwingender innerer Logik bis in die Details durch, dass am Ende nur ein gesellschaftlicher Trümmerhaufen übrig bleibt – und ein gut vorbereiteter Neuanfang.
Wenn sie jetzt ein leises Lächeln auf den Lippen haben, sollten sie das Buch lesen. Es ist spannend geschrieben, sie werden nicht lange brauchen, um mit den Akteuren des Romans mitzudenken und zu fühlen. Ihr Lächeln wird sicher irgendwann schmaler werden, wenn ihnen bewusst wird, wie aktuell dieses Buch ist.
Wenn sie dagegen entrüstet den Kopf schütteln oder auch nur der Gedanke an Gemeinwohl, Menschlichkeit oder Altruismus durch ihren Kopf geistert, sparen sie sich das Geld. Sie werden nicht weit kommen oder einen mentalen Kollaps erleiden.
Bücher sind ein Resonanzboden für unseren Geist – aus manchen Büchern wachsen wir heraus, für andere sind wir noch nicht reif, andere treffen wir zum genau richtigen Zeitpunkt. Dieser Roman hat ein philosophisches Format, das ist heute selten worden. Komfortabel dosiert in einer ruhigen Stunde bei Rotwein und Kerzenschein Philosophie konsumieren, das ist nicht ihre Sache. Ayn Rand hat diese Geschichte vor über sechzig mit fast schon hellseherischen Fähigkeiten geschrieben und wird neben George Orwell und Aldous Huxley ihren Platz finden. Dieses Buch zu lesen ist eine geistige De-Programmierung – erst schmerzhaft, dann umso befreiender.
Zwei grundlegende Prämissen hat sie, die den Menschen verorten: Es gibt eine objektive Realität in einer kausalen Welt, mit der wir leben müssen – oder wir sterben. Die Gesetze des Lebens können ignoriert werden, sie werden aber uns nicht ignorieren. Alles postmoderne Gerede und Wortverdreherei, alle Propaganda und alle theoretischen Konzepte zur Verbesserung der Welt scheitern am Ende an der Wirklichkeit. Das kann allerdings dauern und wir müssen entscheiden, was wir in dieser Zeit tun und lassen.
Den „Sündenfall“ sieht sie als ein Geschenk. Durch die Erkenntnis von Gut und Böse hat der Mensch eine Moral entwickelt, um sein Brot durch Arbeit zu verdienen, musste er produktiv werden und durch die Lust beim Sex fand er Freude und zu seiner Schöpferkraft. Das sind die Kardinalwerte seiner Existenz, durch sie wurde er erst zum Menschen. Körper und Bewusstsein sind bei ihr keine Gegensätze, sie gehören zusammen. „Ein Körper ohne Seele ist ein Leichnam, eine Seele ohne Körper ein Gespenst.“
Ayn Rand ist nicht atheistisch im herkömmlichen Sinn, sie braucht keinen Gott. Wenn der Mensch in seine Schöpferkraft kommt, findet er selbst in seine Göttlichkeit. Da sind christliche Konzepte von Schuld und Opfer nur Mittel zur Herrschaft und ein fernöstliches Konzept von Wiedergeburt hindert uns das zu tun, was jetzt getan werden kann oder muss.
Du musst denken, du musst vor allem selbst denken und dich nicht darauf verlassen, was andere sagen. Es ist dein Leben. Es ist deine Freiheit. Du hast die Verantwortung für dein Leben. Das gesamte Buch ist ein Aufruf zum Leben, zur Schaffenskraft und zur Lebensfreude, ja Lebenslust. Dafür müssen wir erst einmal wieder in der Realität, im Hier und Jetzt ankommen und geistigen Ballast abwerfen.
So definiert sie sozial auch ganz weltlich um: was mir nutzt, nutzt auch den anderen, denn sonst würden sie es nicht in einem freien Marktverhältnis bei mir kaufen. Daraus können wir ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln und unsere Ängste loslassen. Zu oft gehen wir noch aus Bequemlichkeit in die Falle des Selbstverrats und lassen es zu, dass die Hoffnung gegen uns verwendet wird, statt einfach nicht mehr mitzumachen. „Es ist eigenartig, wie einfach die Dinge werden, wenn man sie klar sieht.“
Ayn Rands gesamter Entwurf orientiert sich an den Starken, die das Beste aus sich herausholen, an einem Adel durch herausragende Leistung und nicht an den Schwachen, Kranken und Bedürftigen. Das ist eine grundsätzliche Richtungsentscheidung, die sich bewusst zu machen lohnt. Sie feiert das Leben, die anderen den Schmerz und das Leid, am Ende den Tod. In der Thermodynamik nennt man den Zustand, wenn alles irgendwann gleich ist, den Wärmetod des Universums.
Ohne Frage gibt es Argumente gegen ihre Ansichten, aber jeder sollte sich fragen, welche davon auf seiner inneren Ablehnung und seinen erlernten Vorurteilen mit ausgefeilten Konzepten und einer gut gepflegten Begrifflichkeit beruhen. Bei der Durchsicht der ersten Seiten der Google-Suchergebnisse habe ich mich gefragt, ob wir die gleiche Autorin gelesen haben.
Leicht gekürzte Version einer Buchrezension für das NEXUS-Magazin 98/ 2021
Cookie Consent
We use cookies to improve your experience on our site. By using our site, you consent to cookies.
Contains information related to marketing campaigns of the user. These are shared with Google AdWords / Google Ads when the Google Ads and Google Analytics accounts are linked together.
90 days
__utma
ID used to identify users and sessions
2 years after last activity
__utmt
Used to monitor number of Google Analytics server requests
10 minutes
__utmb
Used to distinguish new sessions and visits. This cookie is set when the GA.js javascript library is loaded and there is no existing __utmb cookie. The cookie is updated every time data is sent to the Google Analytics server.
30 minutes after last activity
__utmc
Used only with old Urchin versions of Google Analytics and not with GA.js. Was used to distinguish between new sessions and visits at the end of a session.
End of session (browser)
__utmz
Contains information about the traffic source or campaign that directed user to the website. The cookie is set when the GA.js javascript is loaded and updated when data is sent to the Google Anaytics server
6 months after last activity
__utmv
Contains custom information set by the web developer via the _setCustomVar method in Google Analytics. This cookie is updated every time new data is sent to the Google Analytics server.
2 years after last activity
__utmx
Used to determine whether a user is included in an A / B or Multivariate test.
18 months
_ga
ID used to identify users
2 years
_gali
Used by Google Analytics to determine which links on a page are being clicked
30 seconds
_ga_
ID used to identify users
2 years
_gid
ID used to identify users for 24 hours after last activity
24 hours
_gat
Used to monitor number of Google Analytics server requests when using Google Tag Manager