Ein Buch über Parasiten – das verspricht erst einmal eine spannende Lektüre. Nicht alles in der lebendigen Welt ist auf Symbiose ausgelegt, in der die Organismen in einer ausgewogenen Balance geben und nehmen und miteinander wachsen und gedeihen – und die Reste wieder in den Kreislauf einfügen. „Parasiten sind professionelle Hochstapler der Biologie: Tarnung, Täuschung, undercover-Einsatz“ (S.88) ist eine freundliche Formulierung der Autoren für diese Lebenskraft-Sauger, die auf der Geber-Seite quasi nichts zu bieten haben als Krankheit, Verstümmelung und Tod.
Aber Ausnahmen gibt es: die Wurmkur – allerdings nicht gegen, sondern mit Würmern, die eine Beruhigung des Immunsystems bei entzündlichen Darmerkrankungen bewirkt. Das ist zwar einfach, aber zugegeben etwas ekelig und deshalb wird dann lieber über die dabei abgegebenen Stoffe der Würmer geforscht. Ein Grenzfall bilden die in die Zellen eingewanderten Mitochondrien mit ihrer eigenen DNA. Im Grunde ein Glücksfall, den man gerne in Ruhe zu Ende denken darf.
Das Buch stellt verschiedene Parasiten aus allen Teilen der Welt und ihre Strategien des Lebens und Überlebens in einzelnen Kapiteln vor – vom Popstar der Wissenschaft Toxoplasmose, über verschiedene Würmer aller Art bis hin zur Malaria und ergänzt es mit einem Kapitel über das Immunsystem und ein paar Tipps, wie man sich vor diesem Ungeziefer am besten schützt. Kleine Geschichten dienen als Aufhänger zur Einführung in die Themen. So nutzen 46% des medizinischen Personals ihr Handy auch auf der Toilette. Smartphones und PC-Mäuse sind ganz nebenbei die Spitzenreiter der Keim-Biotope in unserer modernen Umwelt. Oder wussten Sie, dass schon Saurier von Parasiten gequält wurden? Die Ausflüge der Paläo-Parasitologie zu Steinzeit-Menschen, ägyptischen Mumien und zum Gletschermann Ötzi, einem Landsmann der Autoren übrigens, haben überraschende Ergebnisse zu Tage gebracht.
Die Vorstellung der modernen, Technik-assoziierten, Dopamin-spendenden Parasiten – Aufmerksamkeitsparasit, Emotionsparasit und Identitätsparasit – die uns „in gepflegte Haustiere in einem golden Käfig aus Glasfasern und Komfort“ verwandeln ist ein Denkanstoß, den ich auf jeden Fall mitnehmen werde und auch muss, nachdem ich mich in den letzten Wochen intensiv mit KI und gerade letztens mit der nächsten Stufe, den KI-Agenten beschäftigt habe.
Mit dem Schreibstil der Autoren bin ich allerdings nicht warm geworden. Die Mischung aus (gewollt) witziger Wissenschaftsunterhaltung (aber vertrauen sie der Wissenschaft) und Krimi-Dinner muss man mögen, was vielleicht besser gelingt, wenn man jünger ist und keine vorzeigbaren Noten in Naturwissenschaften hatte. Das war jetzt kein Seitenhieb von mir, sondern wird im Vorwort genau so positiv hervorgehoben.
Den Autoren ist durchaus bewusst, dass sie mit erzählerischen Krücken arbeiten, wenn sie davon reden, dass der Parasit „ahnt“, „lernt“ oder „sich anpasst“, aber sie beschreiben ausführlich den ausgeklügelten, meist über mehrere Stadien laufenden, manchmal nur an eine Art gebundenen oder mit einem zusätzlichen Organismus funktionierenden Lebensweg dieser seltsamen Lebewesen und bleiben bei Darwin: „Zufall schafft Optionen, Umwelt wählt den Sieger“ (S.99) Wirklich?
Das Buch lädt mit seinen Beispielen und den Immunantworten der betroffenen Wirte auf jeden Fall zum Weiterdenken ein – ist Parasitismus vielleicht ein Prinzip, das nicht nur auf biologische Systeme beschränkt ist? Und vielleicht lacht jetzt gerade ein seltsamer Alien in einer anderen Dimension oder Zwischenwelt, der schon vor Jahrtausenden unsere Zivilisation übernommen hat….
Hutter, Hans-Peter/ Mazhar, Raoul: Parasiten – Meister der Manipulation. Von ferngelenkten Fischen, Zombie-Ameisen und willenlosen Menschen Wien (Ueberreuter) 2025 ISBN 978-3-8000-7896-7 25,00 €
Spätestens nach der Finanzkrise 2008 war mir klar geworden, dass es nicht ein Problem im, sondern mit dem Finanzsystem gibt. Wie es schien hatte man mit Antibiotika in Form von viel Geld den Ausbruch einer bereinigenden Krise zunächst erfolgreich gestoppt. Klar war aber im Grunde auch, dass man das zugrunde liegende Problem damit nur zeitlich in die Zukunft verschoben hatte. Den gleichen Gedanken hatte auch ein Entwickler mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto, der mit dem Bitcoin ein neuartiges Zahlungssystem entwarf, das dieses Problem lösen sollte.
Nachdem ich mich bereits 2014 und dann immer wieder mit größeren Abständen mit Kryptowährungen auseinandergesetzt hatte, haben sich erst in den letzten Jahren einige Aspekte des Bitcoin als wirkliche Augenöffner erwiesen.
Bitcoin hat eine Besonderheit – seine Obergrenze: Es wird nie mehr als 21 Millionen BTCs geben. Daraus ergeben sich Konsequenzen, die wie ein Kontrastmittel oder Filter wirken und fast schon einen Riss in der Matrix erzeugen.
Die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema kann ich dem Leser nicht abnehmen und als eine Finanzberatung ist es sowieso nicht gedacht, aber ich versuche gedankliche Impulse zu geben.
FIAT-Geld wird schleichend – mal weniger, mal mehr offensichtlich – entwertet
Im Grunde sollte diese Graphik jedem Menschen mit basalem Mathematikverständnis oder nur reinem Überlebensinstinkt die Haare zu Berge stehen lassen. Aber unsere Wirklichkeit sieht anders aus: der Durchschnittsmensch arbeitet im Laufe seines Lebens 90.000 Stunden, nimmt sich aber nicht einmal eine Stunde Zeit, um sich zu informieren, wie das Geld, für das er arbeitet, tatsächlich funktioniert.
Angekommen sind wir bereits in einer postfaktischen Ökonomie, in der Fiat-Währungen zu Mediensystemen geworden sind, die durch Propaganda und Glaubenstheater aufrechterhalten werden. Und nur so kann der größte Diebstahl des Jahrhunderts direkt vor unseren Augen stattfinden: Die Energie und die Zeit von Milliarden Menschen – kostbare Lebenszeit – wird durch die Gelddrucker abgesaugt.
Der Tiefpunkt ist übrigens noch nicht erreicht, die Währungen werden weiter fallen, bis nichts mehr übrig ist. Bitcoin mit seiner endlichen Menge und seiner durch Algorithmen gestützten Unbestechlichkeit konterkariert einerseits dieses FIAT-Geldsystem so frontal, dass es offen als Betrug dasteht und andererseits bietet sich Bitcoin selbst als nicht manipulierbarer Wertmaßstab an.
Wenn die Währungen, Edelmetalle und Rohstoffe ihre Wechselkurse nicht mehr im Verhältnis zum Dollar, Euro oder jeder anderer beliebigen Fiat-Währung berechnen, sondern zum Bitcoin, stehen Regierungen weltweit plötzlich nackt da. Bitcoin erzeugt mit einem leichten Wechsel der Perspektive die klare Einsicht, wie Gelddrucker, Finanzkapital und Staaten miteinander zu einem Lebensenergie-und -zeit-fressenden Monstrum mutiert sind.
Damit drängt sich natürlich die Frage auf, wer die Meister des Fiat-Geldes waren und sind und wohin diese Energie denn nun geflossen ist. Wen füttert diese Matrix?
Zeitpräferenz prägtüber die Geldwertstabilität ganze Zivilisationen.
Zeitpräferenz erklärt, warum Menschen dazu neigen, Güter heute zu konsumieren, anstatt zu sparen und sie erst in der Zukunft zu nutzen. Eine hohe Zeitpräferenz bedeutet, dass man den heutigen Nutzen stark höher bewertet, während eine niedrige Zeitpräferenz bedeutet, dass man Geduld hat und auf zukünftige Vorteile wie Vermögensaufbau oder sogar Mehrgenerationen-Projekte setzt. Was bedeutet das?
Wenn der Wert meines Geldes sinkt, dann lohnt Sparen nicht mehr, denn der Sparzins muss über der Inflationsrate liegen, sonst verliere ich statt zu anzusparen. Als Alternative bleibt dann das Investieren, aber das ist etwas grundlegend anderes wie jeder seriöse Finanzberater weiß, denn man investiert „Spielgeld“, also Mittel, deren Verlust man im Zweifelsfall verkraften kann und nicht Ersparnisse für Haus, Krankheitsfall oder Rente.
Je höher der Wertverlust meines Geldes, desto stärker wird eine hohe Zeitpräferenz gefördert – kaufe und konsumiere sofort. Die Gesellschaft wird auf das Niveau eines Babys geführt, dass seine Bedürfnisse sofort befriedigt haben will, weil es sonst anfängt zu schreien. Das kommt Ihnen bekannt vor…? Geringe Zeitpräferenz wird faktisch benachteiligt, denn sie lohnt sich einfach nicht. Auf der Seite der Produzenten muss die Ware schnell an den Kunden ausgeliefert werden, wie wir ja am Wachsen des Logistikbereichs sehen können, v.a. aber an der Erwartungshaltung der Kunden. Natürlich muss für die Unmengen neu geschaffenen Geldes auch permanent Nachfrage generiert werden. Wenn wir mit Werbung überschwemmt werden und Produkte kaufen, die pünktlich nach Ablauf der Garantie kaputt gehen, ist das kein Zufall, sondern ökonomische Notwendigkeit in einem FIAT-Geldsystem. Ökologie ist in einem so expansiven Geldsystem nur als (bestenfalls grün angemalter) Wirtschaftszweig möglich.
Adam Livingstone, eine Art „Bitcoin-Philosoph“ (https://x.com/AdamBLiv/), analysiert unsere Aufmerksamkeitsökonomie und wie Bitcoin das Gehirn anders und neu vernetzt:
„Fiat hat dich nicht arm gemacht. Es hat dich dumm gemacht. Inflation ist ein kognitiver Krebs, der 13 IQ-Punkte an Gehirnkapazität verschlingt, während Bitcoin Dich neu vernetzt und dich zu einem langfristigen Genie macht. Lass uns die Fakten aufschlüsseln, die diese Realität belegen: Inflation = versteckte Steuer auf Aufmerksamkeit. Wenn jeder Einkauf im Supermarkt mehr kostet als letzte Woche, verbraucht Ihr präfrontaler Kortex seine RAM-Kapazität für Überlebensmathematik statt für Kreativität. Chronischer finanzieller Stress reduziert buchstäblich das Arbeitsgedächtnis und die Problemlösungsfähigkeit. Hohe Inflation erhöht die Zeitpräferenz. Bargeld verhält sich wie ein schmelzender Eiswürfel, daher ist der „rationale” Schritt YOLO(you only live once)-Konsum: Fast Fashion, 8-Sekunden-TikToks, alles jetzt kaufen und später bezahlen. Eine Kultur der Wegwerfartikel ist nichts anderes als Geldentwertung, ausgedrückt in Plastik. Billiges Geld erzeugt billiges Dopamin. Zentralbanken drucken Billionen, Silicon Valley druckt unendlich viele Mikro-Hits der Bestätigung. Beides pumpt Ihre Belohnungsschleifen auf, trainiert Impulsivität und untergräbt Disziplin. Fiat ist die Makro-Droge, Reels (Kurzvideos, Shorts) sind die Mikro-Dosis. Das Ergebnis? Eine Zivilisation mit der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches und dem Schuldenprofil eines betrunkenen Seemanns. Rekordverbraucher-Kredite, Rekord-Fettleibigkeit, Rekord-Scroll-Stunden – Symptome derselben Stoffwechselstörung: Ein Fiat-Stoffwechsel mit hoher Zeitpräferenz. …
Bitcoin: 21 Millionen Einheiten mit fester Obergrenze, immun gegen politische Manipulationen. Plötzlich macht Sparen wieder Sinn. Hodler (langfristige Bitcoin-Halter) entscheiden sich selbst für Geduld; Ungeduld wird durch Volatilität bestraft. Solides Geld ist der IQ-Test der Natur. … Die Verwahrung Ihrer eigenen Schlüssel ist ein Crashkurs in persönlicher Verantwortung. Sie werden zu Ihrer eigenen Zentralbank und dann unweigerlich zu Ihrem eigenen Historiker, Ingenieur, Ökonomen und Philosophen. Bitcoin verwandelt passive Konsumenten in souveräne Universalgelehrte. … Kurz: Fiat treibt die Preise in die Höhe, verringert die Aufmerksamkeit, steigert die Impulsivität und verdummt die Kultur. Bitcoin verringert die Zeitpräferenz, stellt die Disziplin wieder her, verstärkt die Wahrnehmung und verbessert das Betriebssystem der Zivilisation.“
Was bei einem Zusammenbruch des Fiat-Geldsystems übrig bleibt, das überlasse ich Ihrer Phantasie. Als kleiner Tipp: alles, was nur wegen des Fiat-Systems überhaupt existiert, wird es nicht sein.
Wenn Sie jetzt noch den Cantillion-Effekt verstehen, dann wird Ihr Weltbild Risse bekommen. Zumindest wird die jahrelang in die Köpfe geprägte Links-Rechts-Aufteilung durch eine neue Dimension Oben-Unten ergänzt, wenn nicht gar ersetzt.
FIAT-Geld, Bitcoin und Kriege
Meine Materialsammlung habe ich mir von grok zusammengefassen lassen.
Bitcoin als Bremse für Kriege? Eine nüchterne Betrachtung
Der Gedanke, dass Fiat-Geldsysteme Kriege erheblich erleichtern, ist weder neu noch besonders kontrovers – er ist im Gegenteil historisch gut belegt. Seit der Abschaffung des Goldstandards und der Einführung vollständig ungedeckter Währungen können Regierungen große militärische Konflikte finanzieren, ohne die Bevölkerung sofort mit massiven Steuererhöhungen zu konfrontieren. Stattdessen greifen sie auf drei Hauptmechanismen zurück: offene Staatsverschuldung, versteckte Enteignung durch Inflation und – vor allem – das quasi unbegrenzte Schöpfen neuen Geldes durch Zentralbanken.
Das Ergebnis ist ein Kreislauf, der Kriege länger und teurer macht, als es unter einem harten Geldsystem möglich wäre. Die Kosten werden zeitlich verzögert und diffus auf alle Geld- und Vermögensbesitzer verteilt. Jeder, der die Währung hält, verliert real an Kaufkraft – eine stille Steuer, die niemand direkt absegnen muss. Historische Beispiele reichen vom Ersten Weltkrieg über den Zweiten bis zu den langjährigen Konflikten in Vietnam, Irak, Afghanistan und der aktuellen Unterstützung der Ukraine: Kaum ein großer Krieg wurde je allein aus laufenden Steuereinnahmen bezahlt.
In einem System mit fester Geldmenge – sei es Gold, Silber oder Bitcoin – sähe das ganz anders aus. Neue Mittel können nicht einfach „gedruckt“ werden. Um einen Krieg zu finanzieren, müsste eine Regierung entweder drastisch Steuern erhöhen – und das wäre politischer Selbstmord, Vermögen direkt konfiszieren -was ein reales Revolutionsrisiko mit sich bringen würde – oder Kredite aufnehmen – wobei Kreditgeber wüssten, dass eine Pleite des Staates real bedeutet, ihr Geld zu verlieren. Kriege wären dadurch finanziell viel stärker begrenzt, kürzer und für die Bevölkerung spürbarer.
Bitcoin nimmt diesen Gedanken auf und radikalisiert ihn. Mit einer unveränderlichen Obergrenze von 21 Millionen Einheiten, dezentraler Kontrolle und vollständiger Transparenz auf der Blockchain entzieht es Regierungen die Möglichkeit, Geld heimlich zu vermehren. Jede Ausgabe wäre nachvollziehbar, jede Kriegsfinanzierung müsste offen begründet und von den Bürgern getragen werden. Das würde große, industrielle, langfristige Kriege – die Art von Kriegen, die im 20. Jahrhundert über 100 Millionen Menschen das Leben kosteten – wirtschaftlich fast unmöglich machen.
Die Vorstellung, Bitcoin könne „jeden Krieg beenden“, ist zwar zu optimistisch, denn kleine Konflikte, Bürgerkriege, Terrorfinanzierung, Söldnerarmeen oder ideologisch motivierte Auseinandersetzungen ließen sich auch mit Bitcoin oder anderen harten Vermögenswerten bezahlen. Staaten könnten Bitcoin verbieten, konfiszieren (wo möglich) oder parallele Fiat-Systeme aufrechterhalten. Solange nicht die Mehrheit der Weltbevölkerung und der globalen Wirtschaft auf Bitcoin oder eben andere „harte Assets“ umsteigt, bleibt der alte Mechanismus zumindest teilweise intakt.
Dennoch liegt hier ein starker, oft unterschätzter Punkt: Fiat-Geld ist das perfekte Instrument, um die Kosten von Gewalt unsichtbar und zeitlich entkoppelt auf die gesamte Gesellschaft abzuwälzen. Ein wirklich hartes, dezentrales und manipulationssicheres Geld würde diese Maschinerie zumindest massiv erschweren – vielleicht sogar so sehr, dass Kriege im Stil des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich nicht mehr tragbar wären und es würde die grundlegende Machtstruktur der Zivilisation verändern.
Das ist kein kleiner Nebeneffekt, es ist eines der überzeugendsten Argumente für Bitcoin, das in der breiten öffentlichen Debatte viel zu selten ernsthaft diskutiert wird.
Wer jetzt denkt, das sei eine ausgefallene Science-Fiktion-Story, den muss ich enttäuschen: den Film, zufällig von den Matrix-Macher(innen?), gibt es schon.
Ich dachte lange, Bitcoin würde vor allem mein Geldverständnis verändern. In Wahrheit hat Bitcoin viel mehr verändert: meinen Blick auf Staaten, auf Banken, auf Eigentum, auf Verantwortung und auf das, was Menschen für „normal“ halten. Man steigt vielleicht wegen des Preises ein. Man bleibt aber, weil man die Welt danach nicht mehr mit denselben Augen sieht.
Zusammenfassung meines Interviews mit Gor Rassadindurch grok (Stand Januar 2026)
Gor Rassadin, Begründer der Altera-Bewegung, versteht sich nicht nur als Autor und Wissensvermittler, sondern als aktiver Mitgestalter der Realität. Im Zentrum seiner Arbeit steht Realitätssteuerung – bewusste Einwirkung auf die physische Welt über den Hyperraum (Anderswelt, Ursachen-Ebene, Quellcode der Realität).
Die gegenwärtige Epoche beschreibt er als tiefgreifende Transformation der Realitätsbeschaffenheit selbst: eine rhythmische, zyklische Veränderung der Grundbausteine Information – Energie – Materie. Dadurch entstehen neue Naturgesetze, veränderte physikalische Parameter (z. B. Ätherdichte, Gravitation) und wiederkehrende Fähigkeiten wie direkte Manifestation, Levitation oder Teleportation, die in früheren Epochen (z. B. Atlantis, Lemuria) selbstverständlich waren.
Zeit ist für ihn kein linearer Fluss, sondern ein komplexes, toroidal wirkendes, zweckgerichtetes Phänomen mit starker Zukunftskomponente (Teleologie): Die Gegenwart entsteht aus dem Zusammentreffen von Vergangenheits- und Zukunftswellen.
Wissen schöpft Gor aus einer großen inneren Reaktivierung („Upload“) von 1997 – keine Channeling-Übertragung, sondern authentische, eigene Quelle, für die er volle Verantwortung übernimmt. Er betont: Echtes Wissen muss geformt, kontextualisiert und kommunikativ geteilt werden.
Realitätssteuerung funktioniert über informative Strukturen (schlüssige Konstrukte statt bloßer Wünsche) + Energetisierung. Nur so entstehen stabile Manifestationen. Er unterscheidet scharf zwischen wirkungsloser kollektiver Wunschmeditation und echter Magie/Realitätssteuerung.
Die kommende Realitätsbeschaffenheit wird Individualismus und Parasitismus als Überlebensstrategie obsolet machen – nur Netzwerkbewusstsein, Kooperation und Gemeinschaftssinn werden zukunftsfähig sein.
Besonders eindringlich ist seine Kritik an der modernen Verklärung des Bösen: Das Böse ist wesenhaft, substanziell und funktional (Prüfung, Zerstörung, Widerstandstraining). Es zu leugnen oder nur als „Schatten“ oder „Kindheitstrauma“ zu pathologisieren, schwächt das geistige Immunsystem der Menschheit massiv. Ein gesundes Immunsystem ist intolerant – es tötet kompromisslos. Wer das nicht akzeptiert, wundert sich später, warum das Böse wuchert.
Gor plädiert für eine neue integrale Weltanschauung („Veris Logos“): sakral, gottverbunden, wissenschaftlich überprüfbar und gleichzeitig magisch-mystisch – ohne blinden Glauben und ohne die alten Religionen oder die reine Wissenschaft wiederzubeleben.
Kurz gesagt: Wir stehen mitten in einem kosmischen Wechsel – von harter Trennung zu vernetztem, lebendigem Sein. Wer diesen Wandel aktiv mitgestaltet, statt nur zu meditieren oder zu warten, wird die nächsten Jahrzehnte besser überstehen.
Ein sehr bodenständiges, tiefes und zugleich kämpferisches Gespräch über die Zukunft der Realität – und unserer Verantwortung darin.
Wer das gesamte Interview lesen möchte, findet es als PDF-Datei anbei.
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